Dienstag, 9. September 2025

Die Marksburg bei Braubach


Knapp 14 km von Koblenz entfernt beim kleinen Ort Braubach thront hoch über dem Rhein auf einem Hügel die imposante Marksburg. Ich bin schon so oft vorbei gefahren auf der B42 von Kolbenz nach Rüdesheim und hatte den Burgbesuch schon lange auf meiner Liste. 

Im September 2025 hab ich es dann endlich geschafft. Die Burg ist nur mit einer Führung zu erkunden, was sehr viel Sinn macht. Es werden stündlich ein bis zwei Führungen in deutscher Sprache angeboten. Englischsprachige Führungen mind. 2 x täglich. Auch Sonderführungen gibt es für Kinder und Gartenfreunde (an der Burg gibt es einen Welterbegarten mit Kräutern).

Die Führung selbst dauert ca. 50 Minuten und führt über in den Schiefer gehauene Wege und Treppen durch die Burganlage. Barrierefrei ist leider nicht gegeben. Liebe Hunde dürfen übrigens mitgenommen werden. Die Marksburg ist 800 Jahre alt und schaut auf eine lange Geschichte zurück. Sie ist also nicht wie viele andere Burgen am Rhein erst im Zeitalter der Romantik entstanden. An der Burg gibt es ein Restaurant und auch einen Picknickplatz.
Mehr Infos zur Geschichte der Burg und den Führungen gibt es hier

Hier ein paar Impressionen. Die Marksburg ist für mich eine der schönsten am romantischen Rhein. Macht Euch selbst ein Bild und fahrt mal hin.

 

 

Montag, 8. September 2025

Das Lotsenhaus in Kaub


Eines von mehreren kleinen Museen in Kaub ist das Lotsenhaus am Rheinufer direkt neben dem Anleger der Fähre, die zur Burg Pfalzgrafenstein fährt. Hier wurde ein Lotsen- und Schifffahrtsmuseum eingerichtet. Zu sehen gibt es zahlreiche historische Bilder, Schiffsmodelle und Zeitdokumente zur Rheinschifffahrt. Das Museum hat keine festen Öffnungszeiten. Nach Absprache kann es besichtigt werden oder im Rahmen von Stadtführungen. Es lohnt sich, hier mal vorbei zuschauen und etwas Nostalgie zu tanken. Herr Bahles, ein Kauber Bürger, kümmert sich liebevoll um das kleine Lotsenhaus.

Kontakt für die Besichtigung: Telefon 06774-222. Mehr Infos gibt es unter dem QR-Code. Siehe letztes Foto. 


 

 


QR Code mit mehr Infos


 

 

 


Dienstag, 18. März 2025

Die Rheinschleife bei Boppard am Rhein


Der Blick vom Aussichtspunkt Gedeonseck mit dem Vierseenblick ist spektakulär. 

Wer den steilen Fußweg von Boppard aus nicht bewältigen kann oder möchte, fährt bequem mit der Seilbahn in ca. 15-20 Minuten auf den Berg. Der felsige Fußweg verläuft direkt unterhalb der Seilbahn. Da hier auch sehr viele Mountainbiker unterwegs sind, hat die Seilbahn auch Transporthalterungen für Räder. Hier mehr Infos zur Sesselbahn wie Fahrtzeiten und Preise.

Oben am Aussichtspunkt gibt es zwei Gastronomiebetriebe, die am Wochenende - wer hätte da gedacht - sehr überlaufen sind. Es lohnt sich also unter der Woche einen Ausflug nach Boppard zu machen und die Aussicht zu genießen.

Am Gedeonseck kreuzen sich verschiedene Fernwanderwege: der RheinBurgenWeg, der Rheinhöhenweg, der Moselhöhenweg und der Hunsrückhöhenweg. Für die ganz sportlichen gibt es hier den Mittelrhein Klettersteig Boppard.

Der Bopparder Hamm ist die größte Schleife des Rheins. Der Name stammt aus dem Lateinischen vom Wort Hamus ab. Hamus bedeutet so viel wie Haken und bezieht sich auf die Form der Rheinschleife. Bopparder Hamm wird auch die Großraum-Weinlage genannt. 

 Wir waren im Herbst 2024 dort.

 

 



 

Mit der Fähre zur Burg Pfalzgrafenstein - Führung mit Gästeführerin Ute Graßmann

Die Burg Pfalzgrafenstein liegt auf einer Felseninsel im Rhein bei Kaub. Mit einer kleinen Personenfähre geht es in nur wenigen Minuten auf die Insel. Führungen bietet Gästeführerin Ute Graßmann im historischen Kostüm an. 

Wenn Ihr im Winter die Burg besucht, solltet Ihr Euch warm anziehen. Heute bei strahlend blauem Himmel am 18. März war es eiskalt und der Wind wurde von den Burgmauern nicht aufgehalten.


Hier geht es zu mehr Infos zu den Führungen.

Die Überfahrt zur Burg inkl. Einritt (ohne Führung) kostet 9 Euro (Stand März 2025)

 

 


Sonntag, 16. März 2025

Burg Rheinstein bei Trechtingshausen - Romantik pur für die ganze Familie

Wenn Ihr von Rüdesheim oder Bingen am Rhein zu einer Mittelrheintour startet, dann ist die Rheinstein die erste Burg, die Ihr besichtigen könnt*. Und es lohnt sich wirklich, denn die Familie Hecher, die heutigen Besitzer der Burg, erhält hier mit viel Herzblut ein einzigartiges Stück Kulturgut. Dahinter steckt eine ganz besondere Geschichte. 

Burg Rheinstein wurde wie so viele Burgen im 14. Jahrhundert als Zollburg errichtet. Sie zerfiel im 17. Jahrhundert zur Ruine. Prinz Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen erwarb die Burg 1823 und baute sie im Sinne der Rheinromantik wieder auf. 1975 kaufte schließlich der österreichische Opernsänger Hermann Hecher die Burg und sanierte sie mit Unterstützung des  Fördervereins und des Landesamts für Denkmalpflege. 30 Jahre haben diese Arbeiten gedauert und es hat sich wirklich gelohnt. Die Familie Hecher wohnt heute in 3. Generation auf der Burg - allerdings nicht in den alten Gemäuern, sondern in einem etwas moderneren Anbau.

Zur Geschichte der Familie Hecher und ihrem "Burgprojekt" gibt es eine sehr interessante Dokumentation. Link: https://www.swr.de/room-tour/leben-auf-burg-rheinstein-100.html

Ich war schon mehrfach dort und bin immer wieder begeistert. Nehmt Euch bitte Zeit. Es ist kein Ort zur schnellen Besichtigung. Man sollte 2 bzw. eher 3 Stunden einplanen, um alle Winkel und Ecken zu erkunden und auch noch in die Burggastronomie einzukehren. Im "Kleinen Weinprinz" gibt es Kaffee, Kuchen, kleine Gerichte und auch Wein vom Rhein. Beachtet bitte die Öffnungszeiten - die Gastronomie hat nicht an allen Tagen geöffnet.
Die Burg ist ein schönes Ziel für einen Familienausflug. Auch 2 Gästezimmer gibt es auf der Burg.

Anfahrt
Um zur Burg zu gelangen, ist es erforderlich einen Fußweg in Serpentinen zu laufen (dauert ca. 15 Minuten, wenn man langsam läuft und immer mal eine Pause einlegt und die Aussicht bewundert). Es gibt keine Möglichkeit, mit dem PKW direkt an die Burg zu fahren. Der Fußweg startet unterhalb der Burg an der B9 Richtung Koblenz von Bingen aus (Parkplätze sind vorhanden) oder ganz bequem von Rüdesheim, Assmannshausen oder Bingen aus mit dem Schiff.

Mehr Infos für Euren Besuch und der Anfahrt findete Ihr auf der Homepage der Burg Rheinstein.

 * In Bingen gibt es die Burg Klopp, die Verwaltungssitz ist und in Rüdesheim die Brömserburg. Die Brömserburg wird noch saniert und ist aktuell (2025) noch nicht zu besichtigen. Hier wird aber daran gearbeitet, schon bald Besucher in die Burg zu lassen.

Fotogalerie

Burg Rheinstein von Assmannshausen aus fotografiert

 

Der Aufstieg zur Burg 








 







Sonntag, 8. September 2024

Die Kirche St. Martin in Lorch am Rhein

Die Kirche St. Martin am kleinen Marktplatz thront weit sichtbar über Lorch und ist das Wahrzeichen der kleinen Wein- und Kulturstadt. 

Der Bau der Kirche begann 1270 mit dem Chor im frühgotischen Stil. Mit dem Hauptschiff wurde 1304 begonnen und 1398 kam schließlich das Nordschiff hinzu. Im 15. Jahrhundert wurde dann noch die Vorhalle ergänzt und der ehemalige Wehrturm als Kirch- und Glockenturm auf die heutige Höhe aufgebaut. Somit hat sich der Bau über mehrere Jahrhunderte erstreckt.

Der Altar - ein beeindruckendes Kunstwerk
Der 1483 errichtete Hochaltar ist komplett aus Holz geschnitzt und gilt als größter und ältester Altar aus Holz. Weitere wertvolle Kunstwerke sind ebenfalls erhalten blieben. Leider ist die Kirche heute nicht mehr dauerhaft geöffnet, um die Kunstwerke vor Diebstahl und Vandalismus zu schützen. Wer das alles genau Nachlesen möchte, schaut am besten auf die Homepage der Stadt Lorch. Hier habe ich mir auch Textpassagen entliehen:
https://www.lorch-rhein.de/tourismus-freizeit/sehenswuerdigkeiten/st-martin-kirche/

Einzigartig – das Riesling-Register der Orgel
Bei der Besichtigung im Rahmen einer sehr interessanten und gelungenen Führung zum Tag des offenen Denkmals am 8. September 2024 hat Organist Johannes Muth die Orgel für uns gespielt und wir hatten die einmalige Gelegenheit, das wohl einzigartige „Riesling-Register“ der Orgel zu hören und live in Funktion zu sehen. Ich durfte sogar das Riesling-Register ziehen. Was passiert dabei?
 

Wenn das Riesling-Register gezogen wird, ertönt ein Vogelgezwitscher und seitlich hinter dem Sitz des Organisten öffnet sich automatisch eine geheime Tür in der Vertäfelung. Zum Vorschein kommt ein Fach mit gekühltem Wein und Gläser. Der rote Riesling von einem Lorcher Winzer, der zum Vorschein kam, durfte bei der Führung verkostet werden.

Vielen Dank an Edwin Schneider, unseren Gästeführer bei der Tour, der in Lorch lebt, für diese wirklich tolle, kurzweilige Führung. Die Tourist Info bietet sicher öfter solche Führungen an. Einfach mal nachfragen. Die Kirche selbst ist leider abgeschlossen, zu wertvoll sind Altar und Kunstwerke, die vor Vandalismus und Diebstahl geschützt werden müssen.

Hier noch die Fotostrecke zu St. Martin und dem Rieslingregister in Lorch

 

Fotos: Gaby Schäfer und Beate Schmitz

 

 

 



 

 

 

Lorch am Rhein - Stadtführung zum Tag des offenen Denkmals am 8.09.2024

Die Stadtführung beginnt um 14.30 Uhr (bis 16.30 Uhr - Anmeldung erforderlich)

Lorch am Rhein liegt kurz vor der Grenze zu Rheinland-Pfalz von Rüdesheim kommend. Hier hat sich so viel getan in den letzten Jahren. Bislang kenne ich in erster Linie die Gastronomie und Weingüter. 

Heute machen wir uns auf den Weg, um an einer Stadtführung zum Tag des offenen Denkmals teilzunehmen. Die Führung (12 Euro Teilnahmegebühr inkl. Wein an drei Stationen) startet um 14.30 Uhr an der Tourist Info im historischen Hilchenhaus. Ein kurzes Orgelkonzert wird es auch geben, denn heute ist nicht nur Tag des offenen Denkmals sondern auch Deutscher Orgeltag. Ich bin sehr gespannt, mehr über die Geschichte und den Ort zu erfahren.

Am 8.09. wird zudem die Ausstellung zum Maler Paul Dahlem im Hilchenhaus eröffnet um 11.00 Uhr. Die Ausstellung geht bis 5.10.2024.

Telefonnummer Tourist Info Lorch: 06726-839 9249 Mail: tourismus@lorch-rhein.de

Bild: Blick auf Lorch vom Rheinsteig



Die Marksburg bei Braubach

Knapp 14 km von Koblenz entfernt beim kleinen Ort Braubach thront hoch über dem Rhein auf einem Hügel die imposante Marksburg. Ich bin schon...